Beratungsformen

Konfliktberatung

«Wenn Konflikte sich zu einem endlosen Streit hinziehen, so hat dies meist seinen Grund darin, dass diese Menschen niemals gelernt haben, mit den Augen des anderen zu sehen, mit den Ohren des anderen zu hören und mit dem Herz des anderen zu fühlen.»

Ausgangslage
Konflikte treten überall dort auf, wo Menschen miteinander in Kontakt sind. Sie können zwischen Einzelpersonen, Gruppen, Teams wie auch in und zwischen Organisationen entstehen.
Meist werden Konflikte als unangenehm und bedrohlich empfunden. Konflikte bergen jedoch auch Chancen. Ein konstruktiver Umgang mit Konflikten verbessert nicht nur das Klima und die Effizienz der Zusammenarbeit, sondern bringt auch persönlichen Gewinn und mehr Zufriedenheit.
Eine Konfliktberatung ist sinnvoll, wenn der Konflikt nicht oder nur schlecht in direkten Gesprächen gelöst werden kann oder sich der Konflikt in einer Sackgasse befindet.

Ziel
Die Konfliktparteien finden eigenständig und eigenverantwortlich eine tragfähige Lösung für ihren Konflikt (Gewinner-Gewinner-Lösung).
Die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Beteiligten wird erhöht.
 
Vorgehen
Im Kontaktgespräch wird gemeinsam geprüft, ob eine Zusammenarbeit für alle Beteiligten vorstellbar ist. Ferner wird eine erste Auslegeordnung gemacht, das weitere Vorgehen abgesprochen sowie die Handhabung der Diskretion verbindlich vereinbart.

Die eigentliche Konfliktberatung erfolgt in mehreren Schritten. Sie gliedert sich in der Regel in eine
1. Diagnosephase,
2. eine Rückmeldungs- und Entscheidungsphase sowie
3. eine Konfliktbearbeitungsphase,
die klar und sichtbar voneinander abgegrenzt sind.

Bei eskalierten Konflikten ist es oft sinnvoll, nach dem Contracting zuerst mit den Konfliktparteien einzeln zu arbeiten.

Für das Konfliktmanagement stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Deren Auswahl muss auf die jeweilige Situation und die Beteiligten abgestimmt werden.
 
Rolle der Konfliktberaterin/des Konfliktberaters
Die Konfliktberaterin / der Konfliktberater hilft den Konfliktparteien mittels Gesprächs- und Verhandlungshilfen, eigenständig und eigenverantwortlich eine Lösung des Konflikts zu finden. Ihre/seine Aufgabe besteht im Klären, Verhandeln, Vermitteln und Intervenieren. Sie/er berücksichtigt dabei gleichermassen die Beziehungs- wie die Sachebene des Konflikts. Eine Konfliktberaterin / ein Konfliktberater zeichnet sich durch Neutralität und Allparteilichkeit aus.
Die Rolle der Konfliktberaterin/des Konfliktberaters muss klar definiert sein und allen Beteiligten transparent gemacht werden.
 
Dauer
Je nach Art und Eskalationsstufe des Konflikts sind mehrere gemeinsame Sitzungen, manchmal auch zusätzlich Einzelgespräche nötig. Die Sitzungen einer Konfliktberatung sind, vor allem zu Beginn, recht häufig, um eine baldige Entlastung zu ermöglichen.

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