Beratungsformen

Mobbingberatung

«Bevor das Unheil da ist, muss man Heilungsmitttel schaffen, denn gegen ein Geschehenes kann keine Reue nützen.»
Saadi

Ausgangslage
Mobbing, die gezielte Schikane am Arbeitsplatz, gehört in immer mehr Schweizer Unternehmen, Verwaltungen, Institutionen und Organisationen zum Alltag. Der Kleinkrieg am Arbeitsplatz kommt die Unternehmen teuer zu stehen. Nach Berechnungen der Zeitung «Cash» kostet er die Schweizer Wirtschaft jährlich 4 Milliarden Franken.
Der Konkurrenzkampf am Arbeitsplatz wird durch Fusionen, Umstrukturierungen und schwierige wirtschaftliche Situationen härter. Damit wird dem Mobbing Tür und Tor geöffnet. Jede und jeder kann Opfer von Mobbinghandlungen werden. Studien zeigen, dass jeder dritte bis vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens einmal Opfer von Mobbing wird. Mobbing wird dabei als Prozess bezeichnet, der einen feindlichen Konflikt darstellt, in dem über einen längeren Zeitraum systematisch verbale oder nonverbale psychische oder körperliche Gewalt gegenüber einer Person ausgeübt wird. Dabei ist die angegriffene Person in der unterlegenen Position. Ein typisches Mobbing verläuft dabei in vier Phasen:
1. Schlechte Konfliktbewältigung
2. Mobbing und Psychoterror
3. Rechts- und Machtübergriffe
4. Ausschluss aus dem Arbeitsmarkt
Als Opfer sollte man sich an Vertrauenspersonen wenden und am Arbeitsplatz Verbündete, z.B. Vorgesetzte suchen. Oft kann es auch hilfreich sein, externe Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Ziel
Mobbingberatung zielt in zwei Richtungen. Einerseits versucht sie durch Präventionsarbeit in Form von Vorträgen, Fernsehsendungen, Referaten und betriebsinterner Schulung die Entstehung von Mobbing zu verhindern. Andererseits lindert sie durch konkrete Hilfe an Opfer die finanziellen und psychischen Auswirkungen von Mobbing
 
Vorgehen
Hauptinstrument der Mobbingberatung ist das persönliche Gespräch. Zu Beginn wird die Situation der Ratsuchenden betrachtet und analysiert. Dann werden gemeinsam Lösungsstrategien erarbeitet, die Umsetzung geplant und erste Massnahmen in die Wege geleitet.
 
Rolle der Beraterin/des Beraters
Die Beraterin/der Berater leistet Unterstützung als aktiver Zuhörer sowie in Form von konkreten Informationen und Ratschlägen.
Im Einzelnen bietet sie/er Folgendes:

  • Persönliche, juristisch-psychologische und soziale Beratungen
  • Situationsanalyse und Standortbestimmung
  • Krisenhilfe, Stützung, Information
  • Entscheidungshilfe und Motivierung
  • Klärung und Schlichtung bei Konflikten, Interventionen bei Arbeitgebern
  • Verhaltenstraining und Verarbeitung einzeln und in Gruppen
  • Vermittlung von Fachpersonen (Ärztinnen/Ärzte, Therapeutinnen/Therapeuten, Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte) und Selbsthilfegruppen

Beraterinnen und Berater im Beratungspool-Netzwerk
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Neben selbständigen Beraterinnen und Beratern bieten verschiedenene private und öffentliche Beratungsstellen Unterstützung bei Mobbingfragen an.