Beratungsformen

Open Space-Konferenz

«Neues, Überraschendes und Kreatives entsteht nicht aus einem vollgepackten Programm, sondern aus der Leere.»
Harrison Owen

Ausgangslage
Sie suchen in einem bestimmten Bereich nach neuen Wegen, Vorgehensweisen oder Methoden, die den bisherigen Rahmen sprengen. Sie möchten beispielsweise Ihrem Unternehmen oder Ihrer Organisation ein neues Leitbild geben und neue Leitsätze erarbeiten. Sie sind bereit, sich auf einen unkonventionellen Prozess einzulassen, der vieles offen lässt und gerade deswegen vieles ermöglicht.

Ziel
In einer Open Space-Konferenz werden zu einem vorgegebenen, oft weit gefassten Thema viele neue, überraschende und kreative Vorschläge gesucht. Am Ende der Konferenz steht eine Hitliste mit mindestens zehn Projektentwürfen, die in absehbarer Zeit zur Umsetzung kommen werden.
Auf der immateriellen Ebene soll erreicht werden, dass bei den Teilnehmenden ein Gefühl der Zugehörigkeit entsteht und Energien frei werden.
 
Vorgehen
Um das Spektrum möglichst weit zu halten, werden Personen aus allen Bereichen, quer durch alle Hierarchieebenen und Funktionsgruppen zur Konferenz eingeladen.
Die Tagungsstruktur ist nur in einzelnen Punkten vorgegeben, die Inhalte der Workshops werden von den Teilnehmenden selber bestimmt.
Zu jedem eingebrachten Thema findet ein Workshop statt. Während eineinhalb bis zwei Stunden kann mit anderen Interessierten an diesem Thema gearbeitet werden. Es können zur gleichen Zeit mehrere Workshops parallel stattfinden.
Jede Gruppe fasst ihre Resultate auf zwei bis drei A4-Seiten zusammen und tippt sie in die bereitstehenden PCs.
Am Ende des zweiten Tages erhalten alle eine Mappe mit sämtlichen Berichten.
Am dritten Tag werden gemeinsam eine Prioritätenliste der Themen erstellt und Aktionspläne verabschiedet.
 
Prinzipien
Die Open Space-Technologie ist die Grossgruppenmethode mit der geringsten Strukturvorgabe und dem höchsten Mass an Selbstorganisation.

  • Die Teilnahme an der Open Space-Konferenz beruht auf Freiwilligkeit.
  • Jede Person ist gleichberechtigt; es gibt weder Fachreferate noch vorgegebene Resultate oder bereits feststehende Ziele.
  • Jeder Teilnehmende arbeitet genau dort mit, wo er will.
  • Es gilt das «Gesetz der zwei Füsse», was bedeutet, dass jede und jeder zu beliebigem Zeitpunkt in eine Gruppe hinein oder von ihr weglaufen kann.

Eine Open Space-Konferenz ist eine Art verlängerte Kaffeepause, jedoch mit Langzeitwirkung. Das heisst, es geht darum, den Teilnehmenden viel Freiraum für engagierte Gespräche und Erfahrungsaustausch zu geben. Daraus entsteht die Motivation, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen.
 
Erfolgsvoraussetzung
Das Management muss seinen Mitarbeitenden Vertrauen schenken und ihnen zeigen, dass es sie für durchaus bereit und fähig hält, mit eigenen Ideen, Eigeninitiative und Selbstverantwortung zum Erfolg des Unternehmens beizutragen.
 
Rolle der Moderatorin/des Moderators
Eine Open Space-Konferenz wird von einer Moderatorin oder einem Moderator begleitet. Deren Aufgabe besteht in erster Linie in der Bereitstellung des «äusseren Rahmens», welcher den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglicht, eigeninitiativ, selbstverantwortlich und selbstorganisiert zu arbeiten.
 
Gruppengrösse
Ideal sind Gruppen von 24 bis 100 Personen. Die Methode funktioniert jedoch auch mit Gruppen zwischen 9 und 750 Personen.
 
Dauer
Eine Open Space-Konferenz dauert in der Regel zweieinhalb Tage.

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Moderatorinnen und Moderatoren im Beratungspool-Netzwerk

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