Beratungsformen

Schulentwicklung

«Mit Phantasie gegen Routine und Resignation.»
Robert Jungk

Ausgangslage
Schulentwicklung ist Organisationsentwicklung, welche den speziellen Gegebenheiten und Anforderungen von Schulen angepasst ist. Wollen sich Schulen auf den Weg der kollegialen, gemeinsamen Weiterentwicklung und aktiven Schulgestaltung begeben, so bedarf dies eines planvollen, strukturierten Vorgehens. Schulentwicklung bedeutet, sich zu einer professionellen Organisation zu entwickeln, bei der nicht nur in der Schule, sondern ebenso an der Schule gearbeitet wird.

Ziel
Zentrales Element der Schulentwicklung ist, dass Betroffene zu Beteiligten werden. Das konkrete Ziel wird von den Beteiligten gemeinsam festgelegt. Oft bestehen allerdings bereits einige Vorgaben von Seiten der Erziehungsbehörden. Häufige Themen im Rahmen von Schulentwicklung sind:

  • Entwicklung und Umsetzung eines Schulprogramms, -profils oder -leitbilds
  • neue Führungsstrukturen (geleitete Schulen)
  • Qualitätsentwicklung
  • Aufbau von Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen
  • Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten zu einzelnen Themen (beispielsweise zum Umgang mit Gewalt)

Vorgehen
Die Arbeit knüpft an Fragestellungen und Problemsituationen an, die von den Betroffenen als lösungsbedürftig angesehen werden. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Schule, der Beraterin/dem Berater und dem Auftraggeber wird die Zielsetzung vereinbart und ein grober Fahrplan für die gemeinsame Arbeit festgelegt. Die Umsetzung erfolgt dann Schritt für Schritt. Regelmässig, immer aber nach dem Abschluss eines wichtigen Teilziels, erfolgt eine Standortbestimmung, bei der das Erreichte kritisch gewürdigt wird und darauf aufbauend die nächsten Schritte festgelegt werden
 
Rolle der Beraterin/des Beraters

Die Beraterin/der Berater bietet Verfahren und Hilfsmittel an, um diese Selbsterneuerung zu steuern. Sie/er ist für Interaktion, Methodik sowie den Prozess, und nicht für den Inhalt zuständig. Der Fokus ist zukunfts- und lösungsorientiert.
 
Dauer
Je nach Auftrag und Grösse der Gruppe ist eine Sitzungsdauer von mindestens 90 Minuten vorzusehen. Gegebenenfalls kann auch eine Reihe von halben oder ganzen Tagen sinnvoll sein (z.B. für Retraiten).
Veränderung ist ein Prozess. Er braucht Zeit. Deshalb ist eine mittel- bis langfristige Zusammenarbeit zwischen der Schule und ihrer Beraterin/ihrem Berater die Regel.

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