Beratungsformen

Wissensmanagement

«Man muß auch die Details wissen, aber man darf darüber das Ganze nicht verlieren.»
Fritjof Capra

Ausgangslage
Wissen wird heute als einer der wesentlichen Faktoren bezeichnet, welche über das Entwicklungspotenzial, die Zukunftsaussichten und die Marktchancen von Unternehmen oder Organisationen entscheiden. Vielerorts wird Wissen jedoch organisatorisch und personell unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet; Bildung (individuelle Entwicklung) und Forschung (Innovation) sowie Informatik (Daten) sind oft wenig miteinander vernetzt. Zudem wird individuelles Wissen meistens als persönlicher Besitz betrachtet, der eher gehütet als geteilt wird.
Im Zusammenhang mit New Public Management wird diese Thematik auch für die Verwaltung wichtig.

Ziel
Wissensmanagement will vorhandenes Wissen für die Zielsetzungen einer Unternehmung oder einer Organisation nutzbar machen. Der Mensch als Wissensträger und -nutzer steht dabei im Mittelpunkt. Das individuelle und das kollektive Wissen sollen durch einen Lernprozess, an dem alle beteiligt werden, zugänglich gemacht, entwickelt, bewahrt, verteilt und umfassend genutzt werden.
 
Vorgehen
Wissensmanagement muss sich auf die Ziele und die Strategie der Unternehmung/der Organisation abstützen. Daraus werden Wissensziele abgeleitet, umgesetzt und bewertet.
Die Umsetzung geschieht durch das Sichtbarmachen des vorhandenen Wissens, einen allfälligen Wissenserwerb oder eine Wissensentwicklung, die Wissensbewahrung, die Wissensverteilung und schlussendlich die Wissensnutzung.
Die Beschäftigung mit Strategie und Kultur der Unternehmung/der Organisation ist dabei unerlässlich, bevor Wissen gemanagt werden kann.
Dabei ist eine Eingrenzung (weniger ist mehr) und eine Projektorganisation sinnvoll.

Schritte:

  • Klärung der Projektziele und Installation einer internen Projektgruppe/eines internen Projektverantwortlichen
  • Arbeit an Unternehmens- und Lernkultur sowie am Umgang mit Wissen
  • Formulieren von Wissenszielen (konkret und messbar)
  • Bestimmen der Elemente des Wissensmanagement-Prozesses
  • Lösungen auf der organisatorischen und der technologischen Ebene
  • Evaluation


Erfolgsvoraussetzungen

Unabdingbar ist eine seriöse Arbeit im Bereich Strategie, Ziele und Kultur der Unternehmung/der Organisation. Wird dies vernachlässigt, können einerseits Differenzen zwischen den Zielsetzungen des Wissensmanagement-Projekts und den eigentlichen Unternehmens-/den Organisationszielen entstehen. Andererseits besteht die Gefahr, dass relativ schnell Technologielösungen (Datenbanken etc.) erarbeitet werden, die den Bedürfnissen der Mitarbeitenden nicht entsprechen und/oder von diesen weder «gefüttert» noch genutzt werden.
 
Rolle der Beraterin/des Beraters
Die Beraterin/der Berater ist für das Projekt-/Prozessdesign verantwortlich. Seine/ihre Rolle ist es, Management, Projektgruppe/Projektverantwortliche und Mitarbeitende durch einen Entwicklungsprozess zu begleiten. Die Beratungsperson unterstützt die Vernetzung der verschiedenen Bereiche des Unternehmens/der Organisation und erarbeitet mit den Beteiligten Lösungen für die vielfältigen Aspekte von Wissensmanagement. Dabei setzt sie Instrumente der Organisations-, Personal- und Teamentwicklung ein. Eine Trennung von Beratung im Bereich Prozess und Technologie erweist sich oft als sinnvoll.

Autor: Mathias Steinhauer

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