Beratungsformen

Zukunftskonferenz

«Gemeinsam können wir Dinge tun, die niemand für möglich gehalten hätte.»
Marvin Weisbord

Ausgangslage
Zukunftskonferenzen sind ein geeignetes und erprobtes Instrument, um viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Erarbeitung gemeinsamer Ziele einzubeziehen und sie für gemeinsame Ziele zu gewinnen. Sie kommen beispielsweise in Gemeinden, Spitälern, Schulen und Gewerkschaften zur Anwendung.

Ziel
Zukunftskonferenzen sind ein Dialog-, Lern-, Planungs- und Mobilisierungsinstrument, mit dem relativ grosse Gruppen ihre gemeinsame Zukunft planen und dabei unerwartete Durchbrüche erzielen können. Die Zukunft kann die einer Organisation oder die eines «Themas» sein, an dem verschiedene Gruppen oder Menschen beteiligt sind. Mit Zukunftskonferenzen können auch Gruppen mit divergierenden Interessen gemeinsame Ziele finden und eine neue Ebene der Kooperation erreichen.
 
Vorgehen
Eine Zukunftskonferenz wird in der Regel gemeinsam von einem Planungsteam und der Moderatorin/dem Moderator vorbereitet.

Die Standardversion der Zukunftskonferenz besteht aus sechs Schritten:

  • Rückblick in die Vergangenheit: Wo kommen wir her?
  • Untersuchung des Umfelds: Welche Trends, Entwicklungen und Ereignisse werden unsere Zukunft prägen?
  • Betrachtung der Gegenwart: Worauf sind wir stolz, was bedauern wir?
  • Entwicklung der Vision: Was wollen wir gemeinsam erschaffen?
  • Herausschälen des Konsenses: Welche Ziele werden von allen getragen?
  • Ableitung von Massnahmen: Was sollten wir jetzt tun?

Oft empfiehlt es sich, nach einigen Monaten eine halbtägige Follow-up-Konferenz abzuhalten, an der die Gruppen präsentieren, was sie getan haben, und nächste Schritte planen.

Zukunftskonferenzen haben einige Gemeinsamkeiten mit Zukunftswerkstätten. Sie sind aber nach einem festeren Raster aufgebaut und sind tendenziell stärker kognitiv orientiert.
 
Prinzipien

  • Das ganze, offene System in einen Raum bringen
  • Fokus auf die Zukunft, statt auf Probleme
  • Gemeinsamkeiten finden, statt Konflikte bearbeiten
  • Themenzentrierte, strukturierte Gespräche
  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Wechsel zwischen Plenum und Kleingruppe
  • Konsequente Visualisierung aller Ergebnisse
  • Massnahmen erst planen, wenn Konsens über die gewünschte Zukunft da ist

Einige Erfolgsvoraussetzungen

  • Es muss ein echter Veränderungsbedarf bestehen, eine wirkliche Aufgabe oder Chance, die die Menschen, die man zusammenholen will, gemeinsam angehen sollen.
  • Die Führungsspitze muss die angestrebte Veränderung wollen.
  • Der Auftraggeber ist bereit, das ganze, offene System in einen Raum zu bringen.
  • Für die beteiligten Abteilungen/Gruppen sollte die Notwendigkeit der Kooperation bestehen.
  • Das Ergebnis der Zukunftskonferenz darf nicht schon im Voraus feststehen.

Rolle der Moderatorin/des Moderators
Eine Zukunftskonferenz wird in der Regel von zwei Moderatorinnen oder Moderatoren geführt. Sie begleiten die Gruppe durch die sechs Schritte einer Zukunftskonferenz.
 
Gruppengrösse
32 - 72 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
 
Dauer
Eine Zukunftskonferenz dauert in der Regel zweieinhalb Tage.

Zukunftskonferenzen ausschreiben
Über den Marktplatz des Beratungspools können Sie die Moderation Ihrer Zukunftskonferenz im Beratungspool-Netzwerk kostenlos und anonym ausschreiben lassen.
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Moderatorinnen und Moderatoren im Beratungspool-Netzwerk
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