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Burnout- Was ist das?

Burnout (Synonym "das Burnout-Syndrom") ist bis heute ein schwer abgrenzbares und somit unscharf definiertes Phänomen. Speziell in der Frühphase der Beschäftigung mit Burnout wurden zahlreiche Definitionen vorgeschlagen.

Einige Beispiele:

"Burnout ist ein dauerhafter, negativer, arbeitsbezogener Seelenzustand "normaler" Individuen. Er ist in erster Linie von Erschöpfung gekennzeichnet, begleitet von Unruhe und Anspannung (distress), einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation und der Entwicklung disfunktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit. Diese psychische Verfassung entwickelt sich nach und nach, kann dem betroffenen Menschen aber lange unbemerkt bleiben. Sie resultiert aus einer Fehlpassung von Intention und Berufsrealität. Burnout erhält sich wegen ungünstiger Bewältigungsstrategien, die mit dem Syndrom zusammenhängen, oft selbst aufrecht." (Schaufeli & Enzmann, 1998)

"Emotionale Erschöpfung bezieht sich auf Gefühle, durch seinen Kontakt mit anderen Menschen emotional überanstrengt und ausgelaugt zu sein. Depersonalisierung bezieht sich auf eine gefühllose und abgestumpfte Reaktion auf diese Leute, die gewöhnlich die Empfänger seiner Dienste oder Fürsorge sind. Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit bezieht sich auf eine Abnahme seines Gefühls an Kompetenz und erfolgreicher Ausführung in seiner Arbeit mit Menschen." (Quelle: Maslach & Jackson (1984) S. 134 in Enzmann und Kleiber (1989) S. 32.)

Freudenberger betrachtet Burnout als einen Zustand der Erschöpfung und Frustration, verursacht durch unrealistische Erwartungen. Er definiert Burnout  als "...ein Energieverschleiss, eine Erschöpfung aufgrund von Überforderungen, die von innen oder von aussen - durch Familie, Arbeit, Freunde, Liebhaber, Wertesysteme oder die Gesellschaft - kommen kann und einer Person Energie, Bewältigungsmechanismen und innere Kraft raubt. Burnout ist ein Gefühlszustand, der begleitet ist von übermässigem Stress, und der schliesslich persönliche Motivationen, Einstellungen und Verhalten beeinträchtigt." (Quelle: Freudenberger, 1994, S. 27)

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