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Mythen

"Der Irrtum wird nicht Wahrheit, weil er sich ausbreitet und Anklang findet."
Mahatma Gandhi

Woran orientieren wir uns heute? Öffentliche Autoritäten wie früher gibt's kaum mehr heute. Aber die moderne Leistungsgesellschaft kennt ihr eigenes Wertesystem, das Meinungen beeinflusst, Bewertungen macht und gesellschaftliche Mythen entstehen lässt. Wir kennen alle die herausragenden Werte wie Leistung, Anerkennung, Erfolg, Geld, Prestige, Tempo, Mobilität, Flexibilität, Wettbewerb. Die Erwartungen an uns und die andern sind hoch. Wir wollen sie erfüllen, denn wir werden belohnt, mit Geld, Prestige, Anerkennung. Manche sind bereit alles zu geben, Freiheit, Freizeit, Beziehungen, Gesundheit….

Das was die Gesellschaft von uns erwartet und verlangt: „schneller- besser-höher-früher….“ hat in unserem Leben die höchste Priorität. Die Erfolgsdefinition der Gesellschaft hält uns gefangen - im Hamsterrad, - in der Tretmühle. Viele Arbeitnehmer sind heute davon überzeugt, dass Selbstbestimmung im beruflichen Alltag nicht mehr möglich ist – sie bleiben gefangen, gefangen im Hamsterrad bis zur Erschöpfung.

 Tatsache ist, dass wir angesichts der Alltagshektik keine Zeit haben, lange darüber nachzudenken, ob das, was wir tun, auch wirklich unser Wunsch ist. Zeit haben allerdings ist immer eine Frage der Prioritätensetzung. Der moderne Mensch nimmt sich zu wenig Zeit zum Denken. Hektischer Aktionismus statt überlegtes Handeln ist modern. Ernst Ferstl hat den Nagel wohl auf den Kopf getroffen mit dem Satz „Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt. weiter...

Einladung zum Nachdenken:

Ich lade Sie ein, darüber zu reflektieren, welche Mythen in Ihrem Leben eine bedeutende Rolle spielen. Stellen Sie sich einmal auch die Frage, wo und wie weit diese allfälligen Mythen mit ihrer Lebensbalance in Übereinstimmung bzw. in Konflikt stehen.

 Weiter lade ich Sie ein, über das Zutreffen der nachfolgenden zwei Sätze für Sie persönlich nachzudenken: „Der Beruf macht den Menschen. Das ist seine Identität.“  (Zitat des Wirtschaftsmagazins „brand eins“ in Meckel 2010). weiter...