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Vision, Lebenssinn

"Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig."
Albert Einstein

Sinn: Das ist ein starker Satz von Albert Einstein.

Viele kennen die Situation. Trotz Müdigkeit und Erschöpfung einfach durchziehen. Auf dem abendlichen Rückweg taucht unvorbereitet die Frage auf, wozu das alles? Handeln, weil wir dazu gedrängt werden, nicht weil wir überzeugt sind und innerlich zustimmen - Scheinsinn - kann man das nennen. Das ist ein energiezehrender Zustand.

Vergangenheit ist unbeeinflussbar, die Gegenwart ist das Resultat früherer Entscheide, in der Zukunft liegt das grosse Gestaltungspotenzial.

Ein sinnvolles Leben ist selbstbestimmt und erfüllt eigene Bedürfnisse. Orientierung, Ziel und Entscheidung geben Sinn. Wenn wir wissen, wohin wir mittel- oder langfristig wollen, fällt uns das Entscheiden leichter. Erfolgsfaktor beim Entscheiden ist  - wie uns aus dem beruflichen Umfeld bekannt- die eigene Vision als Wegweiser zum selbstgesteckten Ziel unseres „Wunschlebens“.

Vision:

„Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du tun willst, sondern, dass du auch immer willst, was du tust.“ (Leo Tolstoi)

Das Leben ist kein Wunschkonzert, das wissen wir. Leo Tolstoi weist einen Weg, um trotzdem glücklich zu sein. Das was ich tue, muss ich auch wirklich tun wollen! Denn dann tue ich es mit innerer Zustimmung, mit Zuwendung und Konzentration, mit Überzeugung, mit Begeisterung, weil ich im Entscheid, das zu tun (oder zu lassen!) einen Sinn erkennen kann. Das macht Freude, gibt Energie, motiviert, erfüllt. Das allerdings ist nur möglich, wenn unser Tun und Handeln mit unserer Persönlichkeit in Übereinstimmung ist.

 Falls Sie nicht bereits zu jenen glücklichen Menschen gehören, welche sich darüber im Klaren sind, was sie wollen, was sie lieben, was sie als wichtig erachten in ihrem Leben, trifft vielleicht der Buchtitel „Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will“ für Ihre Situation zu (Sher und Smith 2009).

Ein möglicher Weg aus der mentalen Sackgasse führt über das Tagträumen (Sher und Smith 2009; Seiwert 2005). Zugegeben, Tagträumen will nicht so recht zum hektischen, modernen Leben und der harten Realität passen. Und deshalb verbieten sich viele Menschen das Träumen geradewegs oder sie haben es sich zumindest ganz abgewöhnt.  Aber gerade in der Befreiung von diesem Mythos, liegt die Chance, in der Fantasie, in den freien Gedanken ausserhalb des Hamsterrades, Neues zu denken, zu entdecken, wahrzunehmen.

Tagträumen: So werden wir also zum Tagträumen eingeladen, am Schreibtisch, auf dem Liegestuhl, in den Ferien, beim Meditieren oder auf einem Spaziergang. Tagträume motivieren uns, Dinge anders zu denken oder Ausflüge in die Zukunft zu machen. Im Tagtraum sind wir frei. Wir müssen nichts wagen, können in unseren Vorstellungen Situationen immer wieder durchspielen, Handlungsoptionen finden, kühne Pläne entwerfen, Szenarien projizieren, vor dem geistigen Auge das Kommende entwickeln, im Planspiel die eigene Rolle finden.

Entwicklung der Vision: Mit regelmässigem Tagträumen wird Ihnen zunehmend klarer, was Ihnen wirklich wichtig ist und das Bild vom zukünftigen Leben – Ihrer Lebensvision - wird immer konkreter. Je klarer die Vision vor Ihren Augen dasteht, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie verwirklicht werden kann. Die Vision umfasst kühne Träume, sie widerspiegelt Ihre Persönlichkeit, es ist Ihre persönliche Vision. Sie berücksichtigt alle Lebensbereiche, die für den Lebenserfolg wichtig sind.

Unsere eigene Lebensvision gibt uns Orientierung, sie ist der Kompass für unser Entscheiden, unser Handeln, sie inspiriert, motiviert, setzt Ressourcen frei und ist eine Kraftquelle. Die Entwicklung einer eigenen Lebensvision ist Katalysator für die Entwicklung eines neuen Selbstverständnisses und für einen persönlichen „Evolutionsprozess“ hin zu einem erfüllten und glücklichen Leben in Ausgewogenheit.

Einladung zum Nachdenken:

Ich lade Sie ein, über Ihr Traumleben zu sinnieren. Wovon träumen Sie in Bezug auf Ihr Einkommen, Ihren Beruf, Ihre Karriere, Ihr Familienleben, Ihren Gesundheitszustand, Ihren Lebensstil? Wie weit sind die Traumziele vereinbar mit den jetzigen Anforderungen in Ihrem Leben? Wie weit können Sie heute das, was Ihnen wichtig ist, auch leben? Wo gibt es Unvereinbarkeiten? Wo stehen Sie in fünf oder zehn Jahren? weiter...