Dossiers

Wahrnehmung

"Such dir eine Arbeit, die du liebst, dann brauchst du keinen Tag im Leben mehr zu arbeiten."
Konfuzius

Durchs Leben scannen: Heute sind wir es gewohnt durchs Leben zu "scrollen" und zu "scannen", schnell und oberflächlich Notiz zu nehmen, was mit uns und um uns gerade läuft. Selten treten wir näher auf uns selbst und unser Leben ein oder erst ziemlich spät, wenn der Misserfolg bereits geschehen ist. Einmal eingeschleust in Tretmühle und Hamsterrad und eingebettet in den Kokon der Gewohnheit, nehmen wir oft lange nicht wahr, dass Energie und Lebensfreude sich langsam davonschleichen.

Wie also könnten wir das Hamsterrad zum Anhalten bringen?

Innehalten, wahrnehmen: Indem wir uns aktiv zuwenden, uns und unserer Umgebung, uns Zeit nehmen, innehalten, beobachten und wahrnehmen, sich selbst und auch die Umgebung. Wahrnehmen bedeutet auch zu spüren, wie wir uns in einer Situation fühlen und uns bewusst Fragen zu stellen. Zum Beispiel die Frage nach unserer Befindlichkeit in einer bestimmten Situation, ob wir uns entspannt oder gestresst fühlen, ob die Grenzen der Belastbarkeit erreicht oder bereits überschritten ist. Es gibt durchaus wahrnehmbare, körperliche Signale. Nur müssen wir aufs Wahrnehmen eingestellt sein!

Was macht Freude? Vor allem auch das Positive müssen wir bewusster wahrnehmen. Macht uns das, was wir tun, Spass oder machen wir's, weil es von uns erwartet wird, weil wir einfach "funktionieren" wollen. Wo sind die eigenen Bedürfnisse, Stärken, Sehnsüchte und Wünsche? Letzlich sind es diese positiven Kräfte, wie die Freude an der Arbeit, das Sich-einbringen-können, der Spass mit der Familie und den Freunden oder die Begeisterung beim Ausführen des Hobbys, welche für unsere Lebensbalance lebenswichtig sind. Ein andauerndes Auseinander-driften zwischen dem „Mussleben“ und dem „Wunschleben“ zehrt auf. Anhaltendes Ausblenden der Bedürfnisse bringt uns ums Gleichgewicht.

Schlummerndes Potenzial: In der zentralen Datenbank der Gallup Organization sind die Daten gespeichert von 1,7 Mio. Mitarbeitern von insgesamt 101 Unternehmen. Es wurde Ihnen die Frage gestellt, ob sie bei ihrer Arbeit die Gelegenheit hätten, jeden Tag das zu tun, was ihren Stärken am besten entspricht?“ Resultat: Nur 20% haben das Gefühl, dass ihre Stärken jeden Tag eingesetzt werden (Buckingham u. Clifton 2007). In vielen Unternehmen scheint noch eine grosse schlummernde ungenutzte Kapazität vorhanden zu sein, gleichzeitig aber auch ein Risiko für Sinnkrisen bei den Arbeitnehmern.  

 Einladung zum Nachdenken:

Ich lade Sie ein, darüber zu reflektieren, in wie guter Übereinstimmung Ihr „Mussleben“ mit dem „Wunschleben“ ist und sich die Frage zu stellen, wo Sie Einfluss nehmen und etwas ändern könnten. weiter...