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Vertrauenskultur

Doch Experten sind sich einig: “Mit weniger Kontrolle, dafür mit mehr Eigenverantwortung für die Mitarbeiter lässt sich flexibler reagieren, Innovationen schneller voranbringen und letzten Endes die Wettbewerbsfähigkeit steigern.“ sagt David Wolf in www.business-wissen.de. Eine Unternehmenskultur ist umfassender, jedoch spielt das Vertrauen eine zentrale Rolle als Klimafaktor. 

Ebenso wichtig sind die Verhaltenstendenzen einer Organisation, die z.B. zu Pedanterie neigen oder starker Wettbewerbsorientierung, vielleicht auch herrscht eine Kultur des Schweigens oder eine zu starke Ausrichtung an traditionellen Vorgehensweisen.

Es ist noch nicht lange her, dass sich Firmen nur für harte Zahlen interessierten. Doch hat das gerade auch aufgrund der instabilen Wirtschaftlage geändert. Ein Chef kann es sich heute nicht mehr leisten, gegen das bessere Wissen von Mitarbeitenden eine Fehlentscheidung durchzusetzen. Unternehmen können nicht mehr nach alten Rezepten den Markt beherrschen. Entwicklung geschieht heute mit innovativen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die mitdenken, die ihr Wissen allen zur Verfügung stellen und die mit hohem Engagement sich voll und ganz für die Unternehmensziele einsetzen.

Allzu oft wird der Unternehmenserfolg von einer hinderlichen Unternehmenskultur gebremst, ohne dass offensichtlich würde, wo die Ursachen für Stagnation und Gewinnrückgang liegen. Natürlich finden sich immer Marktsituationen, die „schuld“ daran sind. Doch gelingt es anderen Unternehmen trotzdem, den Umsatz auszubauen. Ein Kulturassessment gibt Gewissheit, ob es interne Faktoren gibt, die verbessert und verändert werden müssen, um zum umfassenden Erfolg zu gelangen. Sogar Krisen können damit anders bewältigt werden, weil die Mitarbeitenden ihre Ressourcen ausschöpfen und in Innovationen stecken, statt sich von negativen Botschaften lähmen zu lassen.

Lisa Bachofen

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