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Erfahrungsbericht: Entwicklung eines Weiterbildungsprogramms

Nach monatelanger Planung startete Anfang September 2006 das vielseitige Weiterbildungsprogramm des Beratungspools. Die Programmplanung, eine der Hauptaufgaben des Weiterbildungsmanagements, erfolgte systematisch.

Analysen
Alles begann im Frühling 2005, als mit einem E-Mail-Fragebogen die Bedürfnisse der Beratungspool-Mitglieder erhoben wurden. Dabei wurde auch gezielt das Thema «Weiterbildung» angesprochen. Die Rückmeldungen ergaben ein deutliches Bild, an welchen Themen Beraterinnen und Berater interessiert sind und wie das Angebot gestaltet sein müsste. Die Ergebnisse bestätigten die Annahmen, von denen der Beratungspool aufgrund seiner Recherche über wirtschaftliche, gesellschaftliche und didaktische Trends sowie der Untersuchung der Markt- und Konkurrenzsituation ausging.

Angebotsentwicklung
Auf der Basis der Analysen wurden die generellen Zielsetzungen festgelegt und die Zielgruppe bestimmt. Auch über die didaktischen Prinzipien, den Aufbau des Programms (Sequenzierung, Module etc.), das Budget und das Wie und Wann der Programmevaluation wurden Überlegungen angestellt. Und nicht zuletzt stand da noch die Auswahl der Seminarthemen. Nun mussten Trainerinnen und Trainer gefunden werden, die einen Schwerpunkt ihrer Arbeit im entsprechenden Thema gesetzt haben und gleichzeitig über Erfahrungen mit der Beratungs- und Weiterbildungsbranche verfügen. Das Netzwerk des Beratungspools und die Online-Recherche lieferte potenzielle Fachpersonen für die einzelnen Angebote. In Vorgesprächen wurden die Zusammenarbeit geklärt und Vereinbarungen über Ziele und Inhalte des jeweiligen Seminars getroffen.Allen Seminaren des Beratungspools gemeinsam ist, dass sie speziell auf die Situation von BeraterInnen und TrainerInnen zugeschnitten sind. Der modulare Aufbau in Form von Tagesveranstaltungen ermöglicht, ein individuelles Programm zusammenzustellen, z.B. für eine Weiterbildung in Marketing.

Bekanntmachung

Ein Weiterbildungsprogramm zu entwickeln ist das eine, dieses bei der Zielgruppe bekannt zu machen und ein Image aufzubauen das andere. Der dafür notwendige Aufwand an Zeit und Geld wird dabei oft unterschätzt. Dieser ist besonders hoch, wenn ein Programm neu lanciert wird. Deshalb setzt der Beratungspool auf die Zusammenarbeit mit Berufsverbänden, Ausbildungsstätten und auf andere strategische Partnerschaften. Partner sind beispielsweise:

  • International Coach Federation ICF Schweiz
  • Schweizerischer Berufsverband für Angewandte Psychologie SBAP.
  • Schweizerischer Verband für Berufsberatung SVB.
  • Verband der Personal- und Ausbildungsfachleute VPA
  • Alpha-Club
  • personal-entwicklungs-forum pef
  • coaching-point


Evaluation
Nach dem ersten Kurszyklus wurden die Erfahrungen mit dem Weiterbildungsangebot des Beratungspools ausgewertet. Dies geschah zum Einen mittels Dokumentenanalyse durch den Veranstalter. Zusätzlich evaluierten ausgewählte SeminarleiterInnen das Programm und entwickelten Ideen und Strategien für den nächsten Zyklus. Die gewählte Methode für den Workshop war die «Produktklinik». Dasselbe Vorgehen wurde im Rahmen eines Netzwerktreffens mit Beratungspersonen angewendet. Die Ergebnisse fliessen in die Planung des nächsten Programms ein. Die Optimierung im Hinblick auf die Bedürfnisse und den Bedarf erfolgt schrittweise durch einen Mix aus Evaluation der bisherigen Erfahrung und der aktuellen Recherche.

Feedback an Autor Olivier Inhelder