Dossiers

Wissenssicherung im Kontext mit der Personalentwicklung

Autor: Thomas Auer

Forschungsunterlagen, Produktionspläne, Rezepturen, Prozessbeschreibungen, Datenbanken und Schulungsprogramme haben etwas gemeinsam: Sie sind verbalisierbar und dienen der Sicherung und der Verteilung des Fakten-Know-hows (Explizites Wissen). Nicht verbalisierbar ist das menschengebundene (implizite) Wissen: Es steckt in den Köpfen der Mitarbeitenden und kann nur von Mensch zu Mensch transferiert werden. Beide Wissenskategorien gehören zu den Schlüsselfaktoren für den strategischen Unternehmenserfolg, sind jedoch aus verschiedenen Gründen verlustbedroht. Einerseits verkleinert die technische Evolution die Halbwertzeit des expliziten Wissens: Was heute als Standard gilt, ist in wenigen Jahren veraltet. Andererseits bewirken Abgänge von Wissensträgern den Verlust des impliziten Wissens; die anziehende Konjunktur erhöht die Fluktuationsraten, während die demografische Entwicklung (Pillenknick) die Personalbedarfsdeckung zusätzlich erschwert. Der strategischen Unternehmensführung stellen sich folglich auch diese zwei Herausforderungen:

  • das menschengebundene Wissen zu sichern
  • die Arbeitsplatzattraktivität zu fördern und dies auch zu kommunizieren


Der Beitrag von Thomas Auer ist in «Schweizer Arbeitgeber; 10/2000» erschienen. Sie können ihn als PDF herunterladen. (228 KB)